Beratungsstelle Extremismus: Antifeminismus begegnen – Toolbox für die Offene Jugendarbeit

Antifeminismus begegnen – Toolbox für die Offene Jugendarbeit

Veröffentlicht am 9.4.2026

Mann mit Mikro, ragt aus einem Computer herausAntifeministische Narrative und Haltungen finden aktuell insbesondere bei jungen Menschen Anklang. In Sozialen Medien werden Jugendliche tagtäglich mit antifeministischen Erzählungen und LGBTIQ+ feindlichen, antipluralistischen Ansichten konfrontiert. Junge Männer werden durch negative „Vorbilder“ wie Andrew Tate ideologisiert, junge Frauen durch die Popularisierung traditioneller Frauenbilder (z.B. sogenannte „Tradwifes” oder „stay-at-home-girlfriends”). Für Jugendliche, denen es oftmals an positiven Vorbildern fehlt, stellen diese Trends und Narrative ein Einfallstor in antifeministische Einstellungen oder Weltbilder dar.

Fachkräften der Offenen Jugendarbeit wiederum mangelt es mitunter an Tools und didaktischen Ansätzen, um antifeministischen und LGBTIQ+ feindlichen Äußerungen und Weltbildern entgegenzutreten und mit Jugendlichen zu diesen Themen zu arbeiten. Mit dem Projekt Antifeminismus begegnen – Toolbox für die Jugendarbeit setzt die Beratungsstelle Extremismus in Zusammenarbeit mit dem Institut für Konfliktforschung an dieser Problemstellung an.

Ziele

Projektziel ist die Erstellung einer Handreichung für Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit, welche unterschiedliche Materialien und didaktische Ansätze zur Verfügung stellt, um in antifeministische und LGBTIQ+ feindliche Narrative und Welterklärungen intervenieren zu können und diese besprech- und reflektierbar zu machen. Im Sinne der Extremismusprävention geht es darum, in der Arbeit mit Jugendlichen Dialogfähigkeit, Ambiguitätstoleranz und Resilienz aufzubauen. Angesichts der Popularisierung und Normalisierung von Antifeminismus und LGBTIQ+ Feindlichkeit auf Social Media, kommt hierbei auch kritischer Medienkompetenz eine wesentliche Bedeutung zu.

Um besser zu verstehen, welche Inhalte Jugendliche im Netz konsumieren, wie sie diese einordnen und welche Influencer:innen sie gut finden und um konkrete Bedarfe von Jugendarbeiter*innen zu erheben, führen haben wir eine Fragebogenerhebung unter Jugendarbeiter*innen und Jugendlichen ab 14 Jahren in ganz Österreich durchgeführt.

Das Projekt Antifeminismus begegnen – Toolbox für die Jugendarbeit wird mit Mitteln des Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gefördert.