Beratungsstelle Extremismus: #PeerNarratives – Gendersensible Extremismusprävention

#PeerNarratives – Gendersensible Extremismusprävention

Veröffentlicht am 10.3.2026

Logo des Projekts #PeerNarratives.Fragen nach Geschlecht, Identität und Rollenbildern spielen im Prozess des Erwachsenwerdens eine zentrale Rolle. „Tradwives“, „Alpha Males“, „Clean Girls“ oder „Divine Femininity” sind aktuelle Narrative und Trends in den sozialen Medien, die Jugendlichen scheinbar Orientierung bieten, dabei jedoch häufig antifeministische und ausgrenzende Weltbilder transportieren.

Unser neues Projekt #PeerNarratives greift diese Phänomene auf und schafft Räume, in denen Jugendliche sich kritisch, reflektiert und lebensnah mit Fragen von Geschlecht, Identität, Zugehörigkeit und Macht auseinandersetzen können. Dabei thematisiert das überregionale Präventionsprojekt die Rolle von Geschlechterbildern und sozialen Medien im Kontext von Radikalisierung.

Ziele

Das Projekt verfolgt drei zentrale Ziele:

  • Stärkung von Jugendlichen im Umgang mit Geschlechterrollen sowie mit reaktionären und extremistischen Narrativen
  • Reflexion und Dekonstruktion starrer Rollenbilder
  • Ausbildung von Peers für den Peer-to-Peer-Ansatz im pädagogischen Alltag

Ein zentrales Element von #PeerNarratives ist die Einbindung von Jugendlichen als aktive Gestalter*innen des Projekts. Statt Jugendliche ausschließlich über Fachkräfte zu erreichen, rückt hier der Peer-Ansatz in den Mittelpunkt. Jugendliche sollen in die Lage versetzt werden, als authentische Bezugspersonen in ihrem Umfeld präventiv zu wirken – sei es in Jugendzentren, Schulen oder digitalen Räumen. Sie bringen ihre Perspektiven, Erfahrungen und Ausdrucksformen ein und wirken an der inhaltlichen Auseinandersetzung mit. Dadurch entstehen Zugänge, die nah an jugendlichen Lebenswelten orientiert sind – sowohl in analogen als auch in digitalen Räumen.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 24 Jahren sowie an junge Menschen, die über Workshops und digitale Inhalte erreicht werden.

Projektphasen

In der ersten Projektphase des Projekts #PeerNarratives – Gendersensible Extremismusprävention mit Jugendlichen wurden sechs Module für die Schulung der Peers entwickelt und die Peer-Gruppe ausgewählt. In der zweiten Phase wurden die Peers ausgebildet. Gemeinsam mit Trainer*innen der Beratungsstelle Extremismus führen sie in Folge Workshops mit Jugendlichen in Schulen und Jugendzentren durch. Parallel werden gemeinsam mit den Peers Social-Media-Inhalte produziert. Diese sollen relevante und lebensnahe Themen für Jugendliche sichtbar machen und alternative Narrative zu vorherrschenden starren Rollenbildern und ausgrenzenden Erzählungen entwerfen.

Logo Sozialministerium Das Projekt #PeerNarratives wird mit Mitteln des Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gefördert.

 

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