#Re:think: Fake or Fact? – Extremismusprävention durch Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Resilienz von Jugendlichen
Digitale Räume sind ein fester Bestandteil der Lebenswelt von Jugendlichen. Sie bewegen sich gleichermaßen in analogen wie digitalen Welten – zu Informationszwecken, zur sozialen Interaktion, zur Unterhaltung, zur Identitätsfindung.
Unser Projekt #Re:think: Fake or Fact? möchte Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer digitalen Resilienz stärken, sodass sie selbstbewusst und selbstreflektiert im digitalen Raum agieren und extremistische Narrative, Verschwörungserzählungen, Fake News und Hate Speech erkennen und damit umgehen können. Gleichzeitig sollen pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen in die Lage versetzt werden, diese Themen wirksam in ihrer Arbeit aufzugreifen.
Jugendliche sind im digitalen Raum mit einer Vielzahl emotional belastender Inhalte konfrontiert: Hate Speech, extremistische Narrative, gezielte Desinformation sowie verstörende Bilder von Krieg, Gewalt und Leid. Solche Inhalte können zu Verunsicherung, Überforderung und Stress führen. Gleichzeitig prägen idealisierte Darstellungen auf Social Media – etwa durch Influencer*innen, die ihr Leben perfekt zu meistern scheinen – das Selbstbild junger Nutzer*innen und können Gefühle von Unzulänglichkeit, Selbstzweifeln und einen zunehmenden Druck zur Selbstoptimierung hervorrufen. Extremistische Akteur*innen nutzen digitale Plattformen gezielt für Propaganda, Desinformation und Rekrutierung. Aufgrund der Algorithmen verbreiten sich extremistische Inhalte mit schneller Geschwindigkeit.
Es fehlt an niedrigschwelligen, jugendgerechten Angeboten, die der extremistischen Online-Präsenz etwas entgegensetzen und gleichzeitig digitale Resilienz fördern: also die Fähigkeit, mit den psychischen, sozialen und inhaltlichen Herausforderungen der digitalen Welt selbstbewusst und reflektiert umzugehen.
Unser Projekt #Re:think: Fake or Fact? verfolgt zwei Ansätze:
- Digitale Bildungsarbeit durch E-Learning-Formate: Aufbau einer interaktiven Plattform mit Modulen zu Medienkompetenz, kritischem Denken, Extremismusprävention und Selbstregulation im Umgang mit digitalen Medien.
- Content-basierte Online-Arbeit: Produktion und Verbreitung für Jugendliche ansprechend gestalteter Videos und Online-Kampagnen auf Instagram und TikTok, die sich direkt an Jugendliche wenden.
Das Projekt #Re:think: Fake or Fact? wird mit Mitteln des Bundeskanzleramts, Sektion Familie und Jugend gefördert.![]()